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Kaufberatung Whitewater

von Sundog

Da ich in letzter Zeit öfter gefragt wurde, was beim Kauf eines White Water zu beachten sei, hier meine 2 Cent zu dem Thema.

Ich hab von den interessantesten Stellen Bilder mit Pfeilen gemacht, damit sich auch ein Newbie was drunter vorstellen kann.

Die angegebenen Preise für Ersatzteile sind circa Preise und variieren natürlich, je nachdem wo man sie kauft und ob sie überhaupt noch erhältlich sind.

1. Das Cabinet

Das Cabinet sollte nicht ausgebleicht sein: Bigfoot ist bunt, der Schriftzug auch (gelb-braun), die Steine, die im Wasserfall liegen sind braun. Das Gehäuse ist gleichmäßig (!) blau. Die Flipperbuttons sind im Original rot, ohne Kratzer/Löcher um die Buttons herum und auch ohne Schutzfolie um die Buttons herum.

Manchmal haben die Cabinets an den Seiten Löcher, die von angeschraubten Aschenbecher kommen. Sie befinden sich dann in der Nähe der Flipperbuttons

Das Cabinet zu retuschieren gestaltet sich einigermaßen schwierig, da die meisten Cabinets (wenn auch nur gering) ausgebleicht sind und es nicht so leicht ist, den Farbton passend zu mischen.

  

2. Die Vorderseite des Cabinets

Die Vorderseite des Cabinets ist ebenfalls blau, mit einem gelben Adler und türkisen Wellen und sollte keine Löcher vom Kassenbügel aufweisen (grüner Pfeil). Der „Revenge from Mars“ Schlüsselanhänger (roter Pfeil) ist beim original White Water Flipper nicht dabei und kostet wahrscheinlich immensen Aufpreis J

3. Die Backbox

Die Backbox sollte natürlich im gleichen Blau bemalt sein wie das Cabinet auch J (der rote Pfeil im unteren Bild zeigt einen missglückten Restaurationsversuch L der grüne die ungefähre Originalfarbe).

Auf der Backbox befindet sich der White Water Schriftzug,der durch Lichteffekte aussieht wie ein fließender Wasserfall (und der auch wirklich fließen sollte! Ersatz gibt es nicht).

„Verpackt“ ist der Wasserfall (Marquee, Ersatz ca. $100) in eine durchsichtige Plastikhaube, die, im Gegensatz zum Addams NICHT grau/trüb ist.

4. Rampen und Slingshot (links)

1. Die Rampen sollten klar sein und durchsichtig, nicht trüb oder schwarz. Und auch nicht gebrochen. J

2. Die Slingshots sollten unbeschädigt sein (ist klar, oder?J Ersatz ca. $25) – Meines Erachtens erkennt man auf den ersten Blick, wie viel Liebe und Zuneigung ein Flipper erfährt, indem man sich die Slingshots ansieht: Sind da Beilagscheiben/Protektoren untergelegt oder nicht?

 

5. Rampen und Slingshot (rechts)

1. Auch die Slings auf der rechten Seite sollten unbeschädigt sein und

2. die Rampe ebenfalls klar und unbeschädigt (Vorsicht bei den Befestigungslöchern, die sind oft ausgerissen!). Was sagt uns ein schwarzer Whirlpool wie auf dem mittleren Bild?

Außerdem lohnt sich immer ein Blick auf die Shooter Lane (Kugelausschuss): Wenn das helle Holz schon schwarz und dreckig ist, wie soll dann der Flipper an unzugänglicheren Stellen sauber sein (siehe unteres Bild)? 

6. Der Whirlpool

1. Der Whirlpool sollte unbeschädigt und sauber sein. Ein schwarzer Whirlpool ist inakzeptabel L(Ersatz ca. $100)

2. Dem Whirlpool Plastic fehlt oft das Eckstückchen ganz oben (Ersatz ca. $30) – auch hier kann man die Liebe des Besitzers an den Beilagscheiben ablesen...

Ach ja: die sechs Lampen um den Whirlpool sind im Original rot, nicht blau.

 

7. Bigfoot’s Cave

1. Bigfoot wohnt in einer eigenen Höhle (Bigfoot’s Cave, am rechten Spielfeldrand auf einer Metallrampe), die sogar ein Schild am Eingang hat. Dies sollte nicht fehlen. (Ersatz $10)

2. Die Berge im Bouldergarden sollten keine Höhlen (=Löcher L ) haben, Ersatz $25 pro Berg.

Originalberge erkennt man am großflächigen und gleichmäßigen Farbauftrag. Außerdem sind sie nicht ganz so hell durchscheinend wie die gängigen Repros.

3. Der Bouldergarden hat ein eigenes Namenschild (Ersatz $10)

 

8. Bigfoot Himself

Bigfoot hat eine graue Fellmütze und freut sich darüber so sehr, dass er sogar lächelt J (Ersatz $12). Seine Zähne sind makellos weiß, ohne Karies/Parodontose. Ein weißer Bigfoot („Bumbles“) ist nicht akzeptabel – gleiches gilt für Bigfoot mit Haarausfall J

 

 

9. Unter den Bergen...

Wenn man die Berge herausnimmt, bekommt man einen erstklassigen Blick auf die darunter liegenden Rampen. Meist sind diese in den Kurven gebrochen oder haben Löcher. An Stellen, wo der Ball auf das Miniplayfield geworfen wird finden sich meistens übelste Abspielungen: 1. Beim Kickout und 2. unter dem Stahlbügel.

Wenn man die Kugel in „No Way Out“ versenkt (oben, in der Mitte des Spielfelds), wird sie normalerweise mit einem Pfeifen auf dem Miniplayfield wieder ausgespuckt. Passiert das nicht oder nur nach mehrmaligem Versuchen,ist dies ein Hinweis auf defekten Plunger/Spule oder das darauf angebrachte Plastikteller.

 

10. Das Miniplayfield

1. Die Inserts auf dem Miniplayfield sollten unbeschädigt sein, d.h. nicht abgespielt und auch nicht erhaben (meistens ist das Playfield mit Mylar bedeckt).

2. Die Rampe vor Bigfoot ist oft in der Kurve gebrochen.

 

11. Die Rampeneingänge

Vor den Rampeneingängen finden sich einige Problemzonen:

1. Die Metallklappe der Rampe ist im Normalzustand weder verrostet (wie im mittleren Bild weiter unten), noch verbeult oder geknickt.Manchmal befindet sich auf dem Spielfeld vor der Klappe eine breite und tiefe Rille, wenn schon mal eine andere Klappe eingebaut oder die Rampe falsch eingebaut war.

2. die Lite- und Lock-Targets (links und rechts von „No Way Out“) sind grün und transparent (Ersatz: $10).

3. Das (relativ große) Wet Willy Insert sollte keine Abspielung haben und nicht erhaben sein.

4. Die Rampen/Plastics hinter den grünen Targets sind meistens gebrochen. Manchmal wird das durch eingebaute Metall Protektoren verdeckt.

 

12. “Hit the Extraball, you Wiener!”

Das Extraball-Target (ja genau das, worauf der orange Pfeil zeigt J ) befindet sich an einem der Berge im Bouldergarden und sollte orange und transparent sein (so weit ich weiß ist dieses Target nicht mehr erhältlich L)

 

 

13. Insanity Falls

Die Insanity Falls Rampe (eine der längsten Rampen, die es gibt) darf nicht gesprungen/beschädigt sein. Dies ist häufig in den „Tälern“ der Rampe der Fall und an den Seiten, wo sie mit Schrauben auf dem Spielfeld befestigt ist.

Repros gibt es nicht L. Wenn der Ball die Rampe hinunter läuft, schlägt er im NORMALFALL kurz gegen die Scheibe („Klack“ J ).

Ach ja, die Aufkleber der Rampen (Decals) gibt’s als Repros zu kaufen. Ich glaube der komplette Satz liegt bei ca. $50.

 

14. Lost Mine

Die „Lost Mine“ (befindet sich am linken Spielfeldrand, kurz über den Slingshots): Der ganze lange Berg an der linken Spielfeldseite sollte nicht beschädigt sein (weder am Flasher, noch bei den Targets).

1. Der Flasher an der Lost Mine hat – wie alle Flasher im Spiel – eine rote Abdeckung.

2. Das „Lost Mine“ Schild darf nicht fehlen.

3. In unmittelbarer Umgebung der Lost Mine finden sich häufig starke Abspielungen, da hier der Ball aufs Spielfeld geschleudert wird und im Normalfall die rechte Inlane/Slingshot trifft – rollte der Ball nur langsam aus der Lost Mine heraus oder sogar in die rechte Inlane, so ist das ein Zeichen dafür, dass mit Plunger/Spule der Lost Mine irgendwas nicht stimmt.

 

15. Der Untergrund und der Rest

Die Ballaufbahnen unter dem Spielfeld sind auch ein guter Marker dafür, wie ein Flipper in Schuss ist: Sind sie dreckig, so weiß man sofort, dass der Pin nicht allzu viel TLC (Tender, Love, Care) erhalten hat.

Gleiches gilt für’s Cabinet innen J

Natürlich sollten alle Plastics noch in Ordnung sein,alle Targets (vor allem die transparenten blauen) und das Spielfeld sollte keine größeren Abspielungen (an den Flippern etc.) aufweisen.

 

  So, das war’s... ich hoffe, damit allen zukünftigen White Water Besitzern geholfen und niemanden mit den veröffentlichten Bildern verärgert zu haben J

 

Falls Ihr noch Fragen habt, postet einfach im Pinball-Forum oder schreibt mir eine Mail (an desperado@sundog.de oder über’s Forum).

 

 
Seite zuletzt geändert am: 01.11.2008, 15:29 von Dr. Jones
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